Der Interozeanische Nicaraguakanal

Nachrichten und Fotos der HKND Group auf Informe Pastran

Der Interozeanische Nicaraguakanal ist ein Impuls für die nachhaltige Entwicklung der Umwelt des Landes. Die Hong Kong Nicaragua Canal Development Investment Co., Limited (HKND Group), der Auftragnehmer für den Bau des Interozeanischen Nicaraguakanals, nahm als einer der Schirmherren am 5. Nationalen Forum Nicaraguas für Wiederverwertung, das am 27. und 28. November 2017 in Managua stattfand, teil. Die HKND Group stellte auf dem Forum die Pläne für die Umweltbehandlung des Kanalprojekts vor, deren Ziel es ist, zur nachhaltigen Entwicklung der wichtigsten Naturressourcen des Landes wie Wasser und Boden beizutragen. Am Forum nahmen mehr als 250 Experten und Vertreter von Privatunternehmen, akademischen Universitätssektionen, Regierungsinstitutionen, Parlamenten, Nichtregierungsorganisationen, religiösen und kommunalen Organisationen teil.

Der Präsident des Nationalen Forums Nicaraguas für Wiederverwertung Kamilo Lara erklärte, dass "wir alle zusammen entsprechende Aktionen durchführen müssen, um das verfügbare Kapital der Natur sichtbar und adäquat zu erhalten. Damit können wir ein würdiges Lebensniveau und eine Lebensqualität gewinnen. Die Privatunternehmen spielen dabei eine sehr wertvolle Rolle, zum Beispiel beim verantwortungsvollen Verbrauch der natürlichen Ressourcen." Lara bestätigte, dass die HKND Group ein solches verantwortungsbewusstes Unternehmen ist, das eine wertvolle Arbeit im Management der Umwelt und bei der Erhaltung der Ressourcen in Nicaragua durchführt. Er meinte, dass die Firma ein aktiver Gestalter bei der Teilnahme und Organisation der Öffentlichkeitsarbeit auf dem Gebiet der Umwelt ist.

Auf dem Forum war die Gewährleistung einer sicheren Zukunft für den Nicaraguasee ein wichtiges Thema. Zurzeit führen alle Flüsse, die in den Nicaraguasee münden, große Mengen an Sedimenten mit sich. Das Wasser ist die kostbarste Ressource, die einen entscheidenden Vorteil für den Kanal bietet. Deshalb ist es eine Notwendigkeit, seine Beständigkeit zu garantieren. Die Baggerarbeiten im See Cocibolca (Nicaraguasee) werden so durchgeführt, dass die Sedimente das Wasser nicht trüben. Die Qualität des Wassers soll erhalten bleiben. Deshalb werden Saugbagger eingesetzt. Sprengungen finden nicht statt.

Der Kanal wird den Wasserpegel des Nicaraguasees nicht beeinträchtigen. Der Verlauf der Wasserstraße und ihre Schleusen sichern, dass es keinen Nettoverbrauch an Seewasser für den Kanalbetrieb geben wird. Der Kanal wird das überschüssige Wasser aus dem Flussgebiet des Punta Gorda, das zurzeit in die nicaraguanische Karibiksee fließt, nach Westen in einen künstlichen See ableiten. Der Entwurf der Schleusen sieht vor, dort 60 Prozent des Wasserverbrauchs zu speichern.

Der Präsident des Nationalen Forums Nicaraguas für Wiederverwertung Kamilo Lara

Zurzeit führen alle Flüsse, die in den Nicaraguasee münden, große Mengen an Sedimenten mit sich

Der Nicaraguakanal wird helfen, dem Nicaraguasee das Verschlissene zurückzugeben. Auf diese Art und Weise wird er der nachhaltigen Entwicklung des Sees eine Chance geben. Mit dem Nicaraguakanal wird das Wasser proportional verteilt, um den Wasserverlust des Nicaraguasees, verursacht durch den Klimawandel, auszugleichen. Außerdem wird ein zweites Staubecken im Osten des Kanals gebaut, das 80 Meter über den Meeresspiegel liegt, um die stabile Wasserversorgung während extremer klimatischer Bedingungen und für die Energiegewinnung für die Schleuse und den Hafen an der Westseite des Nicaraguakanals zu sichern.

Gleichermaßen wird eine massive Wiederaufforstung entlang des Kanals betrieben, um die Wasserversorgung zu sichern und zu erhöhen. Die HKND Group wird auch mit der Regierung Nicaraguas an Programmen zur Wiederaufforstung um den Nicaraguasee herum zusammenarbeiten, um die Staukapazität des Wassers in der Flussniederung zu verbessern, was gleichzeitig zu einer bedeutenden Reduzierung der Sedimente, die zum Nicaraguasee fließen, führen wird.
Die Verwendung des ausgebaggerten Materials vom Bau des Nicaraguakanals ist ein weiteres wichtiges Thema des Projekts. Das ergibt sich daraus, dass es das größte zivile Ingenieurbauwerk mit der größten Erdbewegung in der Geschichte ist. Das Projekt erfordert einen Erdaushub von ungefähr fünf Milliarden Kubikmetern. Vier Milliarden Kubikmeter des "trockenen Materials", wie Felsgestein und Boden, die ausgebaggert werden, werden auf 22 Stellen entlang des Kanals gelagert. Jede dieser Lagerstätten gehört zu den hauptsächlichen Aufforstungsgebieten. Sie wurden mit dem Ziel ausgewählt, die umweltmäßigen und sozialen Beeinträchtigungen zu reduzieren. Der Kanalverlauf durch Primärwälder, fließende Gewässer und große Ansiedlungen wird ausgeschlossen. Die Oberfläche dieser Aufforstungsareale beträgt 31.500 Hektar. Sie werden erneuert und es entsteht fruchtbarer Boden für den landwirtschaftlichen und forstwirtschaftlichen Gebrauch.

Das ausgebaggerte Material aus den Meeres- und Süßgewässern, das eine Milliarde Kubikmeter einschließlich 715 Millionen Kubikmeter Sedimente des Nicaraguasees ausmacht, wird nach den besten internationalen Verfahren verwendet. Die feinen Oberflächensedimente, die zu erwarten sind und die das meiste kontaminierte Material beinhalten, werden an zwei spezielle Stätten im See und auf dem Land an der Ostseite des Sees verbracht. Die Lagerstätte im See ist eine Struktur, die von einem Damm umgeben ist. Die andere Struktur, die sich oberhalb des Wasserspiegels befinden wird, wird eine Insel bilden und ein geschlossenes Areal schaffen, um das ausgebaggerte Material zu stauen, das getrennt vom ausgebaggerten Material des angrenzenden Seewassers verbracht wird. Diese Inseln werden eventuell Naturreservate, speziell für Vögel, die sich am Nicaraguasee ansiedeln könnten.

Die gröberen, tiefer liegenden und saubereren Sedimente werden an die Südseite des Kanals in den See verbracht. Einiges des ausgebaggerten Materials von der Westseite des Sees wird auf ein Areal auf dem am See angrenzenden Land, das für die Deponierung des ausgebaggerten Materials des Westteils des Sees vorgesehen ist, verbracht.

Die HKND Group wiederholte ihre Verpflichtung, eine positive Nettobelastung durch das Kanalprojekt mittels der Reduzierung der minimalen umweltmäßigen und sozialen Belastung, die technisch und wirtschaftlich machbar ist, zu erreichen und eine positive Wirkung zu schaffen, welche die negative ausgleicht.

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Am Sonnabend, den 25.11.2017, 09.30 Uhr, sendete Phönix den Film von Ingo Herbst "Chinas maritime Seidenstraßen". Dort wurde unter anderem gesagt, dass in Chinas Planung der maritimen Handelsrouten Nicaragua eine Rolle spiele. Das kleine Land litt erst unter einer grausamen Diktatur. Dann erlebte es den Krieg der Contras und die Herrschaft der Rechten. Sie taten nichts gegen die Armut und für die nachhaltige Entwicklung des Landes. Es gehört nach wie vor zu den ärmsten der Welt.

Weiter hieß es, dass sich dies nun unter der zweiten Herrschaft der Sandinisten ändern soll. Zurzeit macht das Wirtschaftsvolumen 8,5 Milliarden US-Dollar aus. Es soll in den nächsten Jahren einen Umfang von 25 Milliarden US-Dollar erreichen. Dafür hat die Regierung die Konzession für den Bau des Nicaraguakanals an ein Konsortium aus Hongkong vergeben. Dass Wang Jing das Projekt allein stemmen will, glaubt hier im Lande niemand. Dahinter steckt China.

Im Film wird berichtet, dass die Opposition die Unruhe um das Projekt nutze, um die Bevölkerung zu verunsichern. Unter dem Vorwand, die Umwelt werde zerstört, befeuert sie die Ablehnung in einzelnen Gemeinden. In der Regierungszeit der Rechten rodeten die Besitzer der großen Latifundien große Teile der Wälder für Acker- und Weideland. Danach setzten starke Bodenerosionen ein. Diese Flächen werden heute als schützenswerte Bioreservate ausgegeben. In Wahrheit sind sie Papiertiger gegen das Kanalprojekt.

Schließlich wurde in diesem Beitrag geäußert, dass es natürlich Einschläge geben werde. Sie werden untersucht und es werden Gegenmaßnahmen in das Projekt eingearbeitet. Bei Brito soll es eine verbotene Zone geben, die streng bewacht wird. In Wirklichkeit fanden dort Bodenuntersuchungen statt. Soldaten lotsen Besucher dorthin, wo sie hin wollen. Es wird über Schäden, die der Nicaragua-See nehmen soll, gesprochen. Beweise dafür kann niemand liefern…"

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