Abkommen mit der Gebietsregierung der Rama und Kriol

Yader Prado Reyes auf El 19 Digital

Repräsentanten der neun Gemeinden, die das Gebiet der Rama und Kriol bilden, und Mitglieder der Nationalen Kanalkommission unterschrieben ein Abkommen der Einwilligung für die Bodennutzung bei der Durchführung des Kanalprojekts. Das Abkommen wurde im Verlauf von zweieinhalb Jahren in Beratungen mit den Gemeinden vorbereitet.

Die Gebietsregierung der Rama und Kriol (GTRK) und die Kanalkommission vereinbarten die Verpachtung von 263 Quadratkilometer Boden für den Bau des Megaprojekts.

Héctor Thomas Macrae und Manuel Kautz unterschreiben

Héctor Thomas Macrae, Präsident der GTRK, wies darauf hin, dass das Abkommen für den Beginn des Kanalprojekts ein wichtiger Schritte ist. Mit dem Kanal wird sich das Lebensniveau der Indigenenbevölkerung Rama und der afrikastämmigen Bevölkerung Kriol verbessern. "Nach mehr als zwei Jahren Verhandlungen haben wir es geschafft, diesen historischen Prozess der vorausgehenden, freien und informatorischen Beratungen abzuschließen. Wir haben die notwendigen Elemente bestimmt, um unser Einverständnis geben zu können."

"Dieser Beratungsprozess fand in den neun Gemeinden statt, die zu unserem Gebiet gehören. Er fasste die Vorbehalte unserer Völker hinsichtlich des Großen Interozeanischen Nicaraguakanals und die Vorteile, die er bieten kann, zusammen. Die Völker der Rama und Kriol haben ihre Wünsche dargelegt, die darin bestehen, dass die Wälder weiterhin grün und voller Leben bleiben, dass sie in Frieden und Sicherheit leben können, dass ihre Kinder die Möglichkeit haben, eine gute Bildung eine würdevolle Arbeit zu erhalten, dass ihre Kultur und Naturreichtümer für diese und zukünftige Generationen blühen. Deshalb autorisierte die Gebietsvollversammlung die Gebietsregierung die Pachtverträge für die Entwicklung des Kanalprojekts für den Teil zu unterschreiben, der zum Gebiet der Völker der Rama und Kriol gehört", erklärte Macrae.

Er gab bekannt, dass die Völker der Rama und Kriol davon überzeugt sind, dass das Kanalprojekt dazu beitragen wird, die Lebensqualität der Gemeinden zu verbessern, Wohlstand zu bringen, die Kultur zu erhalten und die Traditionen der Vorfahren, geweihte Stätten und archäologische Funde, die historisches Gut sind und von den Vorfahren weitervererbt wurden, zu respektieren. "Im Namen der neun Gemeinden, die das Gebiet Rama und Kriol bilden, geben wir unsere Stimme des Vertrauens in die Nationale Kanalkommission, weil wir sicher sind, dass der Bau dieses Projektes der menschlichen Entwicklung aller Nationen dient. Wir wollen im Glauben an Gott und in der Hoffnung, dass unsere Völker die so ersehnte Entwicklung erlangen und die Armut verlassen können, weiter vorangehen", schloss Macrae.

Der Präsident der Kanalkommission Manuel Coronel Kautz betonte, dass das Abkommen das Resultat eines erweiterten Prozesses der Analyse und des Dialogs mit allen Bereichen ist.

Das Gebiet des Indigenenvolkes Rama und des afrikastämmigen Volkes Kriol umfasst 406.849 Hektar Land, 22 Inseln und 441.308 Hektar Meeresfläche, auf der Fischfang betrieben wird. Die dazu gehörenden Gemeinden sind Sumu Kaat, Tiktik Kaanu, Rama Cay, Wiring Cay, Monkey Point, Bang kukuk, Corn River, Indian River und Graytown.

Das unterschriebene Abkommen setzt die Achtung und die Erfüllung der nationalen und internationalen Normen des Schutzes der Umwelt, die Entwicklung von Maßnahmen, die zur Milderung der Folgen des Klimawandels beizutragen, die Wiederaufforstung und den Schutz des Bioreservats Indio Maíz sowie die Ausbildung der Jugendlichen und ihre Eingliederung in den Bau des Großen Kanals, fest.

Der Umweltpionier Kamilo Lara wies darauf hin, dass das Abkommen eine Verpflichtung darstellt, die der Staat gegenüber den Indigenengebieten hat, um die Umwelt zu erhalten, zu schützen und zu entwickeln, indem er Maßnahmen der Milderung und Umweltwiederherstellung für das, was vom Kanalbauvorhaben verursacht wird, ergreift. "Ich glaube, dass der Moment herannaht, der den Gemeinden den direkten Vorteil bringt, den sie für die Entwicklung benötigen und die ihnen Jahrhunderte lang verwehrt war." Er erklärte, dass das Abkommen einen Prozess der massiven Wiederaufforstung festlegt, der größten, die es auf der gesamten Welt gibt.

Telémaco Talavera, der Sprecher der Kanalkommission, bestätigte, dass durch das Abkommen die gesetzlichen Aspekte der Eigenheiten und Weltanschauung der Indigenenvölker geachtet werden. Es ist ein Vertrag für das Wohlergehen dieser Völker. Er wies ebenfalls darauf hin, dass das Abkommen der nationalen Gesetzgebung Nicaraguas, den internationalen Verträgen und der Deklaration der Vereinten Nationen über die Indigenenvölker entspricht. Abschließend kündigte er an, dass außer diesem Abkommen, noch Pachtverträge über die 263 Quadratkilometer kommunalen Bodens unterschrieben werden.

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