"Lange Nacht der Politik"

Stand der Initiative Nicaragua Wandbild anlässlich der "Langen Nacht der Politik" am 3. März 2017 im Rathaus Lichtenberg und anlässlich der Frühlingsgala der Bürgerstiftung Berlin-Lichtenberg am 4. März 2017 in der Hochschule für Technik und Wirtschaft im Audimax in Berlin Karlshorst am 4.3.2017 zum Thema "Die Indigenen in Monimbó".

von Christel Schemel

Fotos: Gabriele Senft, Georg Brozek

Die Monimbó-Einwohner, Ureinwohner Nicaraguas, gehörten seit Jahrhunderten zu den meist gepeinigten, diskriminierten Bevölkerungsschichten des Landes. Ihre Lebensbedingungen waren extrem schlecht. Dennoch waren sie bekannt für ihren Stolz, ihre Leidensfähigkeit, ihre Ausdauer. Bei allem, was ihnen angetan wurde, blieben die Indígenos in Monimbó lebensfrohe Menschen. Ihre Kultur war ein wichtiges Element, ihr Leben zu erleichtern und zu verschönern. Sie verstanden es und können es noch heute, mit der schönen Natur übereinzukommen, ohne sie zu zerstören. Sie pflegten Töpfer- und Schnitzkunsthandwerk. In der neueren Zeit entwickelten sich Tänze in der Region, farbenreiche Kleider wurden kreiert, auch das Marimba-Spielen zog in Nicaragua ein und mischte sich in die traditionelle Kultur. Die Folklore wurde bereichert Dafür sind Masaya und Monimbó international bekannt.

Manuel García Moia

Er wurde am 13. Juni 1936 in Monimbó am 13. Juni 1936 geboren. Er wuchs in armen Verhältnissen auf. Seine indianische Herkunft war und ist unübersehbar. Das Leben von Manuel Garcia ist von der Malerei bestimmt. Sein Lachen und Weinen, seine Gefühle für sein geliebtes Nicaragua, sein Denken, all das finden wir in seinen Bildern wieder. Schon als Kind malte er mit großer Leidenschaft.

2005, nach langer Suche, fanden wir den Künstler und pflegen seitdem den Kontakt zu ihm. Er ist Schöpfer des berühmten Wandbildes "Nicaraguanisches Dorf - Monimbó 1978". Sehr viel Menschen kennen dieses Gemälde und spendeten für seinen Erhalt. Es befindet sich in unserem Stadtbezirk Berlin-Lichtenberg.

Manuel García Moia sagte über sein Nicaragua-Wandgemälde:

"Es ist, wie ich sagte, ich male alle Erfahrungen meines Lebens mit. Monimbó, das indianische Viertel von Masaya, das ist mein Heimatort. Die Nationalgarde Somozas schlug dort einen Aufstand blutig nieder. Ich will das Sterben und den Widerstand zeigen, aber auch die Schönheit der Natur und der alten Kultur. Ich male die metallenen Wassergefäße und die Instrumente wie die flötenartige Carimba, ein Rad, über das der gesponnene Flachs gezogen wird, die tönernen Gefäße. Kinder, Blumen, Tiere beleben meine Bilder. Die Einwohner des Ortes, die sich mit Ackergeräten wehren, tragen auch indianische Masken. Ja, ein Aufstand tobt. Das Bild will dennoch nicht bedrückend wirken. Wer es ansieht, soll auch etwas von der möglichen Schönheit des friedlichen Lebens, um das wir kämpfen, spüren."

Oscar Iván Duarte, Nicaragua

Vieles was der Künstler, Fotograf, Oscar Iván Duarte aus Nicaragua uns heute mit seinen beeindruckenden Fotografien über das Leben der Chorotega in Monimbó zeigt, hat Manuel García Moia auf seine Weise malerisch festgehalten. Das immer noch sehr traditionelle Leben auf dem Lande, die Volksfeste, die religiösen Feiern, die Umzüge und vieles mehr sind Inhalte seiner Bilder.

Die Geschichte der Ureinwohner in Nicaragua ist bedeutsam. Sie erinnert daran, dass die Erkenntnisse der Menschen aneinanderknüpfen, wie Perlen einer Kette. Die Quelle unseres Ursprungs bleibt die Natur, die Entwicklung des Menschen ist eng mit ihr verwurzelt.

Eine treue Spenderin der Wandbildinitiative

Georg Brozek, Wandbildinitiative

Christel Schemel, Koordinatorin der Wandbildinitiative

Rainer Bosse, BBV-Vorsteher

Der Vorsteher der Bezirksbürgerversammlung Rainer Bosse stellte der Wandbildiitiative kurzfristig seinen Arbeitsraum zu Verfügung.

Rainer Bosse mit Innensenator Andreas Geisel

Rainer Bosse mit Gert Nagel

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