Nicaragua erneuert seine Position zum Klimawandel

Von Carlos Fernando Álvarez auf El 19 Digital

Die Position Nicaraguas zum Pariser Abkommen für den Klimawandel, Ergebnis der COP21, wird weiterhin gültig bleiben, sagte Dr. Paul Oquist, Berater-Minister für Öffentliche Politik der Präsidentschaft der Republik Nicaragua. Nicaragua zieht die Schlussfolgerung, dass das Pariser Abkommen rechtsverbindlich für die Länder sein muss, die verantwortlich für das Treibhausgasausstoß in der Welt sind. Sie müssen die größte Verantwortung dafür tragen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu mildern. Der Minister betonte, dass diese Position die beste für die Menschheit ist. Nicaragua ist gerade einmal für 0,03 Prozent der gesamten Treibhausgase der Welt verantwortlich.

Die Regierung des Comandante Daniel Ortega und der Compañera Rosario Murillo hat entschieden, das Abkommen nicht zu unterstützen, weil es nicht rechtsverbindlich ist. Das betrifft solche Aspekte wie die Finanzierung und die historische Verantwortung der Länder, die seit der industriellen Revolution 72 Prozent des Treibhausgases in die Atmosphäre gebracht haben. Folge dessen müssen genau diese Länder die Treibhausgase von 55 auf 35 Gigatonnen reduzieren. "Das kann nicht zu Lasten der 100 Länder mit dem geringsten Treibhausgasausstoß, der zusammengenommen nur drei Prozent aller Emissionen beträgt, gehen."

Nicaragua hatte auch vorgeschlagen, die am meisten vom Klimawandel betroffenen Regionen zu berücksichtigen, unter denen sich Mittelamerika und das Äquatorgebiet befinden. "Ich glaube, dass diese Position im Verlauf der Zeit anwachsen wird, weil die Welt diesen Zustand nicht weiter ertragen kann, in dem sie sich befindet. Man muss danach trachten, das Niveau der Ambitionen zu erhöhen. Man muss auch die Finanzierung der Milderung und Anpassung, der Verluste und Schäden, die wir Jahr für Jahr in der einen oder anderen Art erleiden, vorantreiben."

Nicaragua wird, obwohl es nicht verantwortlich für den Klimawandel ist, seinen Beitrag für die Rettung der Mutter Erde leisten. Beispiel dafür ist die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien von 25 auf 53 Prozent. Nicaragua plant in der Zukunft einen Anteil von 90 Prozent.

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