Gewaltplan gegen Nicaragua und seinen Präsident

ZonaFranK, veröffentlicht auf Tortilla con Sal

Trotz der Bereitschaft des nicaraguanischen Präsidenten Daniel Ortega und seiner Regierung, einen friedlichen Ausweg mittels des Dialogs aus der bestehenden schwierigen Situation im Lande anzustreben, haben sich einige nicaraguanische Oppositionsgruppen an die angrenzenden Länder wie Costa Rica gewandt und um logistische und personelle Unterstützung für die Aktionen ersucht, die sie gegen die Regierung Ortega führen.

Sie hoffen, dass sich diese Unterstützung nicht nur auf die ansteigende Gewalt gegen die Bürger Nicaraguas begrenzt. Sie wollen in die Medienkampagne, die sie gegen die sandinistische Regierung führen, costaricanische Medien und, wenn möglich, auch das costaricanische Außenministerium und die costaricanische Regierung einbinden.

Angesichts dieser Vorstellung, appellieren wir an die Verantwortlichen Costa Ricas, nicht zuzulassen, dass ihr Land als Zentrum der Konspiration und der Destabilisierung ausgenutzt wird. Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass ideologische Differenzen die Gewalt gegen ein Brudervolk nicht rechtfertigen. Diese Maxime ist ein lateinamerikanischer Aufruf zur Verteidigung des Friedens in unserer Region.

Es ist klar, dass die nicaraguanische Opposition versucht, unter allen Umständen, die schwierige innere Situation in Nicaragua aufrecht zu erhalten und deshalb das Territorium Costa Ricas als Rückendeckung zu nutzen, um von dort aus Gewaltaktionen als Hauptmethode des Drucks gegen die sandinistische Regierung zu planen.

Vor kurzem wurde bekannt, dass die nicaraguanischen Oppositionellen Carlos Fernando Chamorro und Álvaro Leiva Sánchez mit dem Ziel nach Costa Rica reisten, um Unterstützung für ihre destabilisierenden Aktionen in Nicaragua zu erlangen. Sie präsentierten sich in verschiedenen costaricanischen Medien, wie in Canal 7 und Alacom360, wo sie ihre Partner kontaktierten. Unter ihnen befand sich der aus Kuba stammende Ignacio Santos. Er koordinierte die Gespräche und Interviews mit anderen Medien Costa Ricas und sorgte für ihren Aufenthalt in diesem Land. Als Teil der konspirativen Aktivitäten, die diese Oppositionellen während ihres Aufenthalts in Costa Rica ausführten, fanden außerdem Beratungen mit Abgeordneten der Nationalversammlung und Mitarbeitern der Exekutive, um auszuloten, welche Unterstützung die Regierung des kürzlich erst gewählten Präsidenten Carlos Alvarado leisten kann. Auf diese Weise erreichten sie eine Verurteilungsposition gegen die Regierung von Präsident Daniel Ortega.

Eine weitere Oppositionelle, die sich durch Vermittlung der Costaricanischen Gesellschaft für Menschenrechte (ACODEHU) in Costa Rica aufhält, ist Francisca Ramírez. Sie gehört zur Anti-Kanal-Bewegung und wurde zusammen mit anderen Oppositionellen im Park "La Merced" in San José gesichtet. Die nicaraguanischen Oppositionellen hielten dort Reden an die dort wohnenden Nicaraguaner, um sie für Demonstrationen und Gewaltakte gegen die sandinistische Regierung zu gewinnen. Der Aufruf dieser Frau war grundsätzlich darauf gerichtet, dass die Bürger nicaraguanischer Herkunft sich an die Grenze bewegen und dort an den Protesten teilnehmen, um den Druck auf die Regierung Nicaraguas zu erhöhen und sie zu zwingen angesichts der Forderungen der Opposition aufzugeben. Ramírez erklärte wortwörtlich, dass sie sich bewaffnet haben und heute mehr denn je mit der Unterstützung der katholischen Kirche, der Studenten und Bauern rechnen können. Es fehle nur noch, dass Teile der Polizei und Armee beginnen, den Gehorsam zu verweigern, um Ortega endgültig von der Macht vertreiben zu können.

Es besteht kein Zweifel, dass der Aufruf in diesem Moment darauf gerichtet war, die Gewalt als Druckmethode gegen die Regierung zu verstärken und weder den Dialog noch eine Lösung oder Alternative für einen friedlichen Weg, wie ihn Präsident Ortega vorhat, zu akzeptieren. Gleichzeitig fand auf dem Zentralmarkt von San José eine ähnliche Veranstaltung statt. Dort traf sich eine Gruppe nicaraguanischer Oppositioneller, die mit Carlos Fernando Chamorro verbunden sind, mit der costaricanischen paramilitärischen Gruppe "Patriotische Front der Nationalen Verteidigung Patrouille 1856", um Personal mit militärischer Erfahrung zu rekrutieren und Gewaltaktionen innerhalb Nicaraguas durchzuführen, ohne einen möglichen Mord an Daniel Ortega auszuschließen.

In den vergangenen Tagen und an verschiedenen Punkten von San José, speziell in Frisörsalons, die Eigentum nicaraguanischer Bürger sind, wurde auch die Anwesenheit einer Frau namens País beobachtet. Sie führte diskrete Gespräche mit den dort Anwesenden, um deren Positionen bezüglich der angeblich durch die sandinistische Regierung veranlassten Verbrechen kennenzulernen. Diese Frau zeigte besonderes Interesse an sehr jungen Leuten, die sie ausfragte und die sie dann begleiteten. Sie redete den Jugendlichen ein, dass sie als Universitätsstudenten die Grenze passieren könnten, um sich unter die Demonstranten zu mischen.

Die Oppositionsgruppen rechnen damit, für ihre Gewalt- und Destabilisierungsziele Feuerwaffen und andere Waffen zu erhalten. Während ihres Aufenthalts in Costa Rica konnte beobachtet werden, dass diese Rekrutierungsgruppe Radiogeräte nutzten, um mit ihren Partnern in Nicaragua den Kontakt aufrecht zu erhalten. Sie nutzten Schlüsselworte und Pseudonyme wie "Gestrüpp", "fromm" und "Viper". Wir lenken die Aufmerksamkeit darauf, dass in den vergangenen Tagen ein größerer Zustrom von jungen Leuten im Umkreis der Rekrutierenden zu sehen war, die ihren frisch gewonnenen "Verbündeten" versicherten, dass sie, wenn sie erst einmal angenommen sind, entsprechende Ausbildung und Geld erhalten werden, um "in Nicaragua in Aktion treten zu können".

Solche Dinge wie diese, können nicht gestattet werden. Sie haben nur ein Ziel, noch mehr Gewalt, Vandalismus und Kriminalität nach Nicaragua zu bringen. Die costaricanischen Verantwortlichen haben die moralische und politische Pflicht, Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass von ihrem Territorium aus Aktionen dieser Art gegen eine legitime Regierung wie die in Nicaragua organisiert werden. Es ist auch unsere Pflicht, diese Art von Aktionen aufzudecken, den Friedensaufruf in der Region zu erneuern und eine friedliche Lösung der Krise in unseren Ländern anzustreben.

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