Wegen Nicaragua - Welle der Instabilität in Mittelamerika

Informe Pastrán

Das behauptet heute die nordamerikanische Agentur, die in Fragen der Geopolitik spezialisiert ist: Die Agentur Stratfor… Dabei geht es darum, ob die Wahlen bereits 2019 stattfinden oder die Wahlperiode bis 2021 durchgezogen wird, um die Instabilität aufzuhalten. "Wenn die Proteste dazu führen, dass Ortega gehen muss, dann intensivieren die politischen Oppositionen der Regierungen in Honduras und Guatemala möglicherweise die Proteste in diesen beiden Ländern", stellt Stratfor fest. "Das, was in Nicaragua vor sich geht, kann nicht so bleiben. Wenn Ortega die Macht verliert, dann könnten andere instabile Länder Mittelamerikas wie Honduras und Guatemala sofort Wut auf ihre eigenen Dissidenten empfinden."

Die lateinamerikanischen Länder wie Honduras, Nicaragua und Guatemala leiden wegen der Herausforderungen der Opposition an der bestehenden Ordnung unter der politischen Instabilität", sagt Stratfor und ergänzt, "wenn die nicaraguanische Regierung unter dem Volksdruck zusammenfällt, dann könnte dieser Kollaps Unruhen in anderen Teilen der Region entzünden"… "Die Demonstrationen und ihre damit verbundenen Gewaltakte und Plünderungen stören die Handelstätigkeit und verschlimmern somit die Wirtschaftsprobleme, was in letzter Instanz zur Immigration (prinzipiell illegal) in die Vereinigten Staaten führen könnte."

Nach der Präsidentschafts- und Abgeordnetenwahl im November 2017 erschütterten die Proteste Honduras bis Anfang 2018. Das erleichterte die Plünderungen, die die Markttätigkeit im Lande störten", erinnert Stratfor…

"Der Fall Ortegas könnte möglicherweise Segmente der honduranischen politischen Opposition anregen, die Proteste gegen den konservativen Präsidenten Juan Orlando Hernández wieder aufleben zu lassen. Viele aus der Opposition glauben, dass der Wahlbetrug den Weg ihres Kandidaten an die Macht verhinderte. Die Mitglieder der Freien und andere politischen Verbündete könnten Gewaltdemonstrationen gegen die Regierung organisieren, obwohl solche Unruhen nicht notwendigerweise die Administration bedrohen müssten."

"In Guatemala ist die Gefahr der allgemeinen Proteste wesentlich geringer als ein Honduras. Eine Welle der Demonstrationen stürzte 2015 den konservativen Präsidenten Otto Pérez Molina. Der aktuelle Präsident Jimmy Morales steht vor wachsenden Problemen", sagt Stratfor… Die Agentur behauptet, dass bei einem abrupten Ende in Nicaragua "die Proteste unter der Schirmherrschaft der guatemaltekischen Verteidiger der Internationalen Kommission gegen die Straffreiheit in Guatemala (CICIG) erneut ausbrechen könnten, obwohl die Oppositionsparteien ziemlich zerstritten sind, um Impulse gegen den Präsidenten zu setzen."

"Wenn die Demonstrationen in Nicaragua einen Schritt in Richtung bedeutsamer Verhandlungen sind, dann ist es möglich, dass Guatemala und Honduras keine Unruhen erleben. Aber wenn Ortega die Präsidentschaft in einer schnellen und ungeordneten Partie verliert, dann könnten die Aufrufe zu Protesten sofort die Nachbarn Nicaraguas im Norden erreichen."

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