Attacke auf Nicaragua, koste es, was es wolle

José Luis Centella, Vorsitzender der Kommunistischen Partei Spaniens, bei Tortilla con Sal

Wir nehmen gerade an einem neuen Beispiel der Manipulation von Informationen teil, die Wahrheit wird gebeugt. Daran gewöhnen uns die Medien, die nach dem Diktat der neokolonialen Interessen schreiben. Sie wollen nicht, erlauben, dass die lateinamerikanischen Völker frei sind, um selbst über ihre Naturschätze zu verfügen.

Zurzeit ist Nicaragua an der Reihe, ein bescheidener Staat, der im vergangenen Jahrhundert eine grausame Diktatur erleiden musste, die zu einem Volkskrieg ausgeweitet wurde, der den Schmerz und das Blut Tausender Nicaraguaner kostete, die sich erhoben, um eine Zukunft in Freiheit für ihr Vaterland zu erkämpfen. Die Diktatur fiel und das nicaraguanische Volk nahm die Aufgabe des Wiederaufbaus all dessen in Angriff, was die Diktatur und der Krieg zerstört hatten. Dann überzogen die USA das Land mit Terror und einem Bürgerkrieg, die sie direkt aus mit Fonds finanzierten, die aus nordamerikanische Waffenverkäufen gebildet wurden. Das alles geschah in völliger Ruhe und mit der Komplizenschaft der selbsternannten "demokratischen Länder des Westen".

Keine der ausländischen Aggressionen brachen die demokratische Beharrlichkeit Daniel Ortegas, der immer in die Opposition ging, als er einige Wahlen verloren hatte, obwohl er bereits eine wichtige politische, soziale und militärische Persönlichkeit war. Er unterschied sich darin von den Vorgängen in Honduras. Er kehrte an die Regierung zurück, nachdem er längere Zeit in der Opposition war und das Vertrauen der Bevölkerung wiedergewonnen hatte. Ortega demonstrierte, wie im Dienste der sozialen Mehrheit regiert wird, was sich auch in den Ergebnissen der letzten Wahlen vor nur anderthalb Jahren bestätigte.

Aber dieser Wahlsieg, diese Unterstützung der Bevölkerung, konnte das Imperium nicht dulden. Es startete erneut seine Maschinerie, um das Leben in Nicaragua zu destabilisieren. Das ist nichts Neues, die Geschichte wiederholt sich: Die Hauptdarsteller sind fast die gleichen, eine rechtmäßige Regierung mit der Unterstützung der Bevölkerung, eine Kolonialkraft mit der Unterstützung der einheimischen Oligarchie, die mit Gewalt erobern will, was sie an den Wahlurnen nicht erobern kann. Sie starteten eine Maschinerie der Verwirrung und der Manipulation. Und Nicaragua, von dessen sozialen Erfolgen und von seiner Verbesserung der Lebensqualität der Mehrheit der Bevölkerung kaum jemand Notiz nahm, besetzt heute die Portale der Medien mit dem Bild der Gewalt und des Chaos'.

Es gibt ein schreckliches und merkwürdiges Zusammentreffen der Ereignisse, die in Nicaragua bei einem einfachen Bürgerprotest gegen einige von der Regierung geplanten Maßnahmen vor sich gehen. Es ist nicht wichtig, ob Daniel Ortega zurück marschierte oder nicht. Die Proteste hören nicht auf, denn das wahre Ziel besteht darin, das Zusammenleben zu destabilisieren und zu zerstören. Das heißt, das Ereignis der Reform der Sozialversicherung war nicht mehr als eine Rechtfertigung für eine Strategie, die trauriger Weise auf dem lateinamerikanischen Kontinent Mode ist.

Das erinnert ganz klar an das, was in Chile Allendes geschah. Es ist das Gleiche, was in Venezuela vor sich geht und was beim institutionellen Putsch in Brasilien gemacht wurde, um zuerst Dilma als Präsidentin zu stürzen und danach Lula zu verhindern. Solche Aggressionen geschehen in der ganzen Region. Die Aggressoren streben danach, die Fortschrittsregierungen der Region mit allen Mitteln, vor allem mit Hilfe der Medien, zu stürzen. Wir sehen einen Plan der nicaraguanischen Oligarchie mit nordamerikanischer Beratung und Finanzierung, um das Land zunächst sozial und dann wirtschaftlich zu destabilisieren. Dieses künstliche Szenarium sieht schließlich die Unterversorgung und den Mangel an Grundwaren vor.

Das Imperium kann nicht erlauben, dass Nicaragua sich konsolidiert, was alle Statistiken bestätigen. Es kann nicht zulassen, dass Nicaragua eins der sichersten und friedlichsten Länder Mittelamerikas ist mit einer wachsenden Anzahl von Touristen, zunehmenden ausländischen Investitionen und mit den höchsten Raten des Wirtschaftswachstums der Region, die ständig bei fünf Prozent liegen.

Das Ziel dieser Aktionen ist es, das Ansehen Nicaraguas zu untergraben und damit die Regierung Ortegas in Frage zu stellen, um das Szenarium des "sanften Putsches" vorzubereiten. Das Szenarium sieht vor, zu verhindern, dass Fortschrittskräfte die Macht mittels demokratischer Einrichtungen erkämpfen. Angesichts der Lawine von Erfolgen der Regierung Ortegas glauben sie, in der Gewalt der Straße das zerstörende Format gefunden zu haben, um ihr Komplott zu schmieden und die FSLN von der Regierung zu vertreiben, ohne eine Wahl abzuwarten, weil sie diese verlieren könnten.

Deshalb können wir linken Kräfte nicht dem Komplott verfallen, der geschmiedet wurde, um uns zu spalten. Wir müssen diese antidemokratischen Machenschaften seitens der nicaraguanischen Rechten und ihrer Komplizen und Helfer der USA entlarven. Wir müssen uns zu den Erfolgen der Sandinistischen Revolution und der sandinistischen Regierung in Nicaragua und in der Welt bekennen.

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